Apr 22

Das ist eine lange, bitter-süße Geschichte, die momentan an einen guten Punkt gelangt ist - nach langem Exil bin ich wieder stolzer PC-Besitzer! Dank einem echt netten Menschen habe ich einen zwar etwas älteren aber durchaus flotten PC geschenkt bekommen - deshalb auch die verbesserte Orthographie (Tastatur ist doch um einiges besser zur Texteingabe geeignet als der PS3 Controller). Fröne bereits meinen alten Hobbys, Schach und Backgammon - alles gratis downgeloadet. Der Compi ist immerhin so schnell, dass er mich in beiden Spielen ziemlich abfertigt, aber ich will ja auch besser werden und am besten lernt man durch Verlieren, wie im richtigen Leben.
Der Lüneburger Schachverein ist dagegen jüngst in die Landesliga aufgestiegen - vielleicht sollte ich mir in den Hintern treten und Sonntags wieder ab und zu bei Manschaftskämpfen antreten. Landesliga ist eine Herausforderung, hat mir damals bei Bremerförde auch Spass gemacht.
Schach ist überhaupt ein geniales Spiel und ein Gleichnis des Lebens - es ist polar, strategisch und fast unendlich komplex. Bei mir war es auch immer mit Computern verbunden: mit 16 begann ich intensiveres Training mit einem Schachcomputer und einem Bobby Fischer - Gott hab ihn selig - Buch…
Und auch die Eingabe-Grenze durch den PS3 Controller, die meine Beiträge ziemlich kurz gehalten hat ist weg - jetzt könnt ich also endlos schreiben…
Aber fürs Erste genügt es, jetzt muss ich mich wieder um meine Schach-Progis kümmern…

Apr 18

läuft das Leben einfach wie es läuft. Manchmal wird mir das jedoch besonders bewusst. Ich bin zum Zuschauen verdammt und fühle mich wie beim Formel1 Rennen - alles rast wahnsinnig schnell an mir vorbei.
Wenn ich einen ganz anderen Abend erwartet habe zum Bleistift. Da passieren Dinge, mit denen man einfach nicht rechnet, ein Wort ergibt das andere - man fährt wie auf Schienen in die völlig falsche Richtung. Da redet man dann von Trennung, obwohl man sich doch liebt, fällt in Muster der Vergangenheit zurück, die man doch hinter sich glaubte. Die Dinge geschehen einfach und man ist wie in einem Film, den man nicht anhalten kann.
Was bleibt mir? Zu akzeptieren, dass ich wie immer nicht der Handelnde bin, obwohl ichs manchmal gerne wäre - und der Dinge zu harren, die da kommen…

Apr 11

gestern sah ich eine doku auf 3sat, “wer ist ich?” - positiv: auch die neue forschung bestätigt, dass der freie wille eine illusion ist - negativ: wir seien marionetten unseres gehirns, ja alles existiere nur im gehirn, so auch gott. wenn ich einen apfel sehe und meine gehirnzellen ihn messbar darstellen würde kein forscher die existenz des apfels anzweifeln. fakt ist: beides existiert, der apfel und das neuronale korrelat. bei gotteserfahrungen neigt die wissenschaft leider dazu, gott anzuzweifeln, weil entsprechende gehirnströme messbar sind. ich finde das unlogisch und gar nicht wissenschaftlich. scheinbar will man ein vorweggenommenes materialistisches weltbild durch die forschung bestätigen, die interpretation geht immer in eine vorgegebene richtung.
wahrheit hat selten mit entweder/oder zu tun sondern ist mehr sowohl/als auch!

Apr 06

…das ist heute genau 8 jahre her. 8 jahre reines bewusstsein, transpersonalisation - einfach nur: ich bin.
an jenem tag schien die sonne, einer der ersten richtig schönen tage des jahres. ich sass mittags in einem cafe in der sonne - nichts ahnend. ich dachte: wenn ich jetzt sterben würde, wäre es voll in ordnung.
es starb aber nur die identifikation mit der person. ich fühlte mich von den gedanken erlöst und unverletzlich. da ist seitdem nur leere, bewusstsein. es stieg ein köstlicher, unwiderstehlicher humor in mir auf. fast hätte ich laut lachend auf dem tisch getanzt. im herzen war klar, das es vollbracht war, während der verstand weiter lief und analysierte. war ich jetzt verrückt geworden? und überhaupt: ich? da war irgendwie nichts! reines ich, welches kein gedanke war, auch kein körper oder verstand - nur präsenz, dieses schlichte gefühl des seins. es war zugleich überwältigend und völlig unspektakulär.
als ich wieder zu hause war und in den spiegel schaute, war er irgendwie - …leer!

Apr 03

wenn der schüler bereit ist erscheint der meister. 1988 erschien sai baba als mein meister. dann folgten 12 jahre guru yoga, ohne dass ich mir dessen so bewusst war wie heute. durch die gnade des gurus wird die wahrheit offenbar. der suchende ist vom ekstatischen erleben der wahrheit so fasziniert, dass er beginnt, dem meister zu dienen. die veden besagen, dass diese phase mindestens 12 jahre dauern muss, bevor eine dauerhafte realisation stattfinden kann. alles nur legende?
ich habe es genau so erlebt, obwohl ich die ganze zeit nichts von guru yoga wusste. im jahr 2000 kam es zu einer bleibenden realisation. seitdem bin ich keine person, sondern ich bin einfach nur noch. ich werde das demnächst noch näher beschreiben.
schönen guru day noch!